Skip to Content

Prioritäten der Zielsetzungen


Wenn wir davon ausgehen, dass wir mehrere, nicht kompatible Zielsetzungen verfolgen wollen, wie entscheiden wir in einer bestimmten Situation, welche Zielsetzung uns leiten soll? Wir haben bereits früher die Wechselwirkung zwischen Zielsetzun­gen und Fähigkeiten diskutiert. Dabei haben wir gesehen, dass bereits vorhandene Fähigkeiten die Wahl der Leitlinie bei einer Ent­scheidung beeinflussen können.

Wie wir gleich sehen werden, treffen wir die Wahl der Ziel­setzung, welche zur Leitlinie bei einer Entscheidung wird, häufig auch in Wechselwirkung mit unserer Umgebung. Andere Personen, Insti­tutionen, Tiere, Pflanzen, die Natur, usw. können die Wahl unserer Zielsetzung bei einer Entschei­dung mit beeinflussen.

Im Klangschalenmodell haben wir jeder nicht kompatiblen Ziel­setzung einen bestimmten Ton bzw. Frequenz zugeordnet. Kom­patible Teilziele erhalten jeweils denselben Ton1. Je ähnli­cher die Ziele sind, desto ähnlicher sind die zugeordneten Töne. Umge­kehrt sind die Töne umso verschiedener, je gerin­ger die Kompati­bilität zwischen den Zielen ist.

Mit diesem Modell können wir nun die gegenseitige Beein­flussung bei der Wahl der aktuellen Zielsetzung diskutieren. Wir gehen davon aus, dass wir bei einer Entscheidung die­jenige Zielsetzung von uns zur Leitlinie machen, welche in diesem Zeitpunkt am intensivsten schwingt.

Befindet sich in unserer Umgebung eine schwingende Klang­schale, d.h. befindet sich in unserer Umgebung ein anderes Wesen, welches eine bestimmte Zielsetzung verfolgt, so kann dadurch unsere Klangschale mit demselben Ton - sofern wir eine solche Klangschale haben - zum Schwingen angeregt werden. Durch diese Schwingungen macht sie uns auf sich aufmerksam. Sie meldet sich quasi und ruft uns zu: «Hier bin ich, ich bin die wichtigste Zielsetzung, mache mich bitte zu Deiner Leitlinie für die Entscheidungen in der gegenwärtigen Situation». Dadurch steigen die Chancen enorm, dass wir dies auch wirklich tun: Wie ein Chamäleon passen wir uns der Umgebung an! Ob wir diese Ziel­setzung letztendlich wirklich als Leitlinie auswählen, hängt aber noch von mehreren Fakto­ren ab:

  • Wenn bei uns bereits eine andere Zielsetzung intensiver schwingt, als die von aussen angeregte Klangschale, dann wird die bereits in uns schwingende Zielsetzung die von aussen angeregte Klangschale übertönen. Wir ändern unsere Leitlinie also nicht.
  • Wenn wir keine Klangschale mit der entsprechenden Fre­quenz haben, dann kann diese Frequenz bei uns nicht zum Schwingen angeregt werden. Es können nur Zielsetzungen aktiviert werden, welche bereits bei uns vorhanden sind.
  • Die Intensität der auf uns eintreffenden Schwingungen kann je nach Quelle dieser Schwingungen unterschiedlich gross sein. Auf der anderen Seite unterscheiden sich unsere Klangschalen auch in der Schwingungsfähigkeit.

Wir gehen davon aus, dass wir bei einer Entscheidung die­jenige Zielsetzung zur Leitlinie machen, welche in diesem Zeit­punkt am intensivsten schwingt. Ob diese Schwingung bzw. Klangschale von aussen oder durch uns selbst zum Schwingen angeregt worden ist, spüren wir selbst in der Regel nicht. Die hier ange­sprochenen Schwingungen können sich sehr rasch ändern. Wir sind deshalb grundsätzlich in der Lage innert Bruchteilen von Sekunden Entscheidungen nach völlig unter­schiedlichen Ziel­setzungen zu treffen. Diese Unstetigkeit in unse­ren Entscheidun­gen dürfte natürlich selten von uns ge­wünscht sein, wir werden im folgenden deshalb diskutieren, wie man dies verhindern kann.

Wir haben bereits früher die gegenseitige Beeinflussung von Ziel­setzungen und Fähigkeiten diskutiert. Dabei haben wir mit unseren Modellen festgestellt, dass auch die Lichtkugel Schwingungs­energie auf die entsprechende Klangschale über­tragen kann. Die Intensität mit der eine Klangschale in uns schwingt, hängt deshalb im wesentlichen von folgenden Fakto­ren ab:

  • Von der Priorität, welche wir selbst dieser Zielsetzung gerade bewusst oder unbewusst zuordnen.
  • Von der Energiemenge, welche wir für die Verwirklichung von Zielsetzungen in uns zur Verfügung haben.
  • Von der Grösse der entsprechenden Lichtkugel, also von unseren bereits vorhandenen Fähigkeiten zur Erreichung dieser Zielsetzung.
  • Von der Intensität der um uns herum herrschenden Schwin­gung in dieser Frequenz. Diese Schwingungen werden von anderen Wesen mit derselben Zielsetzung verursacht.

Betrachten wir nach dieser Vorarbeit, wie wir Menschen uns gegenseitig beeinflussen: Wir stellen uns eine Gruppe von Personen vor, wobei alle Personen mehrere Zielsetzungen, unter anderem die Zielsetzung «persönlicher finanzieller Reichtum maximieren» verfolgen. Wenn diese Zielsetzung von einer Person dieser Gruppe besonders stark verfolgt wird, so strahlt diese Person die entsprechende Frequenz auch sehr intensiv aus. Dadurch werden auch die entsprechenden Klang­schalen der anderen Personen aktiviert, ihre Klangschalen der Zielsetzung «finanzieller Reichtum maximieren» beginnen ebenfalls zu schwingen.

Wie bereits mehrfach erwähnt, sind wir uns gewohnt, jeweils diejenige Zielsetzung als Leitlinie bei einer Entscheidung zu wählen, welche am intensivsten schwingt. Falls wir wegen der externen Anregung der Zielsetzung «finanzieller Reichtum maxi­mieren» bei uns diese Zielsetzung zur Leitlinie für unsere Ent­scheidungen wählen, haben wir uns von aussen beein­flussen lassen. Diese Aktivierung können alle beteiligten Per­sonen in der Regel nicht direkt wahrnehmen, sondern nur indirekt über das Unterbewusstsein. Die Aktivierung einer bestimmten Zielsetzung bei den anderen Gruppenmitgliedern ist auch für die verur­sachende Person in den meisten Fällen keine bewusste Handlung. Im Nachhinein werden sich vielleicht einzelne Personen der Gruppe über ihr an und für sich atypisches Verhalten in der Gruppe erstaunen.

Mit der früher beschriebenen, vollständigen Ausleuchtung von nur teilweise ausgeleuchteten Gebieten durch Kugeln gleicher Farbe, werden den Personen in der Gruppe zusätzliche Fähig­keiten zur Erreichung der Zielsetzung «finanzieller Reichtum maximieren» zur Verfügung stehen. Die einzelnen Personen fühlen sich dadurch in der Regel in der Wahl ihrer Leitlinie «bestätigt».

Wie kann man sich selbst gegen eine solche Beeinflussung von aussen schützen? Dies ist - zumindest theoretisch - sehr ein­fach: Über den hier besprochenen Mechanismus können nur Ziele von uns aktiviert werden, welche bereits bei uns vorhan­den sind. Es werden uns dadurch keine neuen Zielsetzungen auferzwungen, sondern nur die eine oder andere unserer Ziel­setzungen in den Vordergrund gestellt. Mit anderen Worten: Wenn wir keine Klang­schale der entsprechenden Frequenz haben, kann bei uns auch keine Klangschale aktiviert werden! Das oben erwähnte Beispiel mit den Klangschalen funktioniert nur, wenn die beiden Klang­schalen denselben Ton haben. Eine Aktivierung einer Klangschale ist nur in der Frequenz dieser Klangschale möglich.

Die Wichtigkeit dieser Tatsache kann nicht überbetont werden: Je klarere Ziele ich mir setze, desto geringer ist die Möglichkeit der externen Beeinflussung. Falls ich mehrere inkompatible Ziele ver­folge, kann höchstens noch die Priorität innerhalb dieser verschie­denen Ziele durch externe Einflüsse verschoben werden.

Wenn ich zum Beispiel 98% meiner Energie für die Entwick­lung im Sinne der Grundrechte des Seins und die restlichen 2% sicher­heitshalber für 10 andere Nebenziele, wie zum Beispiel Erhöhung des materiellen Reichtums, Vergrösserung meines Ansehens, usw. reservieren möchte, dann habe ich möglicher­weise 11 ver­schiedene Klangschalen. Jede dieser Klangschalen kann von aussen aktiviert werden und sich dadurch in den Vordergrund schieben. Dies kann dazu führen, dass ich letzt­endlich einen wesentlich geringeren Anteil meiner Energie für die Entwicklung meiner eigenen Harmonie einsetze. Die «Schuld» dafür kann ich allerdings nicht meiner Umgebung in die Schuhe schieben, denn mit den 10 Nebenzielsetzungen habe ich Tür und Tor für eine Ver­schiebung meiner Prioritäten offen gelassen.

Wer sicher gehen will, dass er sein Ziel auch wirklich erreicht, sollte deshalb möglichst wenige Hauptziele anstreben - am besten nur ein einziges - und dieses Hauptziel konsequent ver­folgen.

Man trifft sehr häufig auf Personen, welche sich «eigentlich» im Sinne der Grundrechte des Seins entwickeln möchten und diesem Ziel theoretisch auch eine hohe Priorität zuordnen, daneben aber viele anderen Ziele ebenfalls beibehalten. Mögli­cherweise sind sie sich doch noch nicht ganz sicher, ob das Leben der Grundrechte des Seins nun wirklich das richtige für sie sei. Dies führt häufig dazu, dass diese Personen ihre Priori­täten der Zielsetzungen von aussen verschieben lassen. Dadurch ergibt sich natürlich auch keine Annäherung an das ursprünglich avisierte Ziel. Mit der Zeit zweifellos eine frustrierende Erfahrung. Letztendlich verlieren diese Menschen sogar das Vertrauen in die von ihnen favorisierte Zielsetzung, sie beginnen zu glauben, dass das Leben der Grund­rechte des Seins nicht möglich sei. Sie enden damit in einem Teufelskreis, weil sie selbst durch diese Zweifel ihrem Hauptziel nochmals eine tiefere Priorität geben.

Am schnellsten und direktesten gelangt man deshalb in Har­monie mit sich selbst, wenn dies das einzige Ziel ist. Wenn wir keine anderen Zielsetzungen in uns haben, welche mit diesem Ziel nicht kompatibel sind, können auch keine anderen Ziele von externen Einflüssen aktiviert werden - ganz einfach weil diese anderen Ziele bei uns nicht existieren! Sicherheitshalber erwähnen wir hier nochmals, dass die Zielsetzung die Grund­rechte des Seins zu leben nicht etwa zu vielen Entbehrungen, Einsamkeit und Trauer, sondern ganz im Gegenteil zu dauern­der Harmonie in uns selbst und zu grosser Lebensfreude führt. Wer dieses Ziel bewusst und aus eigenem Antrieb verfolgt, wird im Laufe seiner Entwicklung vermutlich viele persönliche Einstellungen zum Leben ändern. Dies ist aber zu seinem persönlichen Vorteil, er wird dadurch ruhi­ger, gelassener und glücklicher.

Wer keine oder nur zögerliche Fortschritte beim Erreichen seiner Zielsetzung feststellt, sollte in aller Ehrlichkeit mit sich selbst prü­fen, ob er sich daneben nicht noch an andere Ziel­setzungen quasi «im Geheimen» festklammert.

Wir haben bereits früher gesehen, dass wir mit der Zielsetzung, die Grundrechte des Seins in jeder Situation zu leben, nicht nur für uns selbst, sondern auch für das Allgemeinwohl, für unsere direkte Umgebung, für die Natur, usw. unseren maximalen Beitrag leisten können. Wir brauchen deshalb sicher kein schlechtes Gewissen zu haben, wenn wir uns zu 100% dieser Zielsetzung verschreiben!

 


1) Alle zueinander kompatiblen Zielsetzungen können wir ver­ein­fachend als dieselbe Zielsetzung oder dasselbe Ziel bezeich­nen.