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Die Pyramide als Sinnbild der menschlichen Ent­wicklung

Die angesprochene Entwicklung einer Person können wir modell­haft mit dem Bau einer hohen Pyramide vorgleichen. Es finden sich erstaunlich viele Gemeinsamkeiten:

 

Pyramide der menschlichen Entwicklung
Abbildung 1: Pyramide der persönlichen Entwicklung

Die Pyramide stellt die angestrebte Harmonie und Einheit mit sich selbst und der Umwelt dar. Die einzelnen Bausteine der Pyramide sind die bereits erfolgreich absolvierten Lektionen, d.h. unsere bereits erworbenen Fähigkeiten zum Leben der Grundrechte des Seins. Sobald die Spitze der Pyramide in der notwendigen Höhe gebaut und der ganze Bau sauber verputzt ist, gilt das höchste Ziel als erreicht: der betreffende Mensch befin­det sich in dauernder Harmonie mit sich selbst und seiner Umwelt.

An diesem Pyramiden-Modell lassen sich viele Eigenschaften und Anforderungen der menschlichen Entwicklung gut veran­schau­lichen:

  • Die Pyramide ist erst fertig, wenn sämtliche Bausteine an ihrem Platz sind.

Zur Erreichung der dauernden Harmonie muss ein Mensch alle Lektionen der menschlichen Entwicklung erfolgreich absol­vieren, es können nicht einzelne Lektionen übergangen werden. Sonst würden am Schluss bestimmte Fähigkeiten zum Leben der Grundrechte des Seins fehlen.

 

  • Beim Bau der Pyramide muss eine gewisse sinnvolle Reihen­folge eingehalten werden. Die grossen Steine können nur unten platziert werden. Das Fundament muss vor der Spitze gebaut werden.

Auch bei der menschlichen Entwicklung muss eine gewisse Reihenfolge eingehalten werden. Wer sich mit Aufgaben über­fordert (zum Beispiel die Spitze vor dem Fundament bauen will) oder unterfordert (zum Beispiel immer nur am Fundament der Pyramide arbeitet) entwickelt sich nicht mehr weiter.

 

  • Wenn im bereits gebauten Teil der Pyramide Defekte auf­treten (zum Beispiel Steine herausfallen), müssen diese Defekte früher oder später repariert werden. Je nach Art und Grösse der Defekte müssen zur Reparatur allenfalls darüber- oder dane­benliegende Steine zuerst ausgebaut werden. Im Extremfalle müssen sogar alle darüber liegenden Steine wieder abgebaut werden. Um weiteren Schaden zu verhin­dern, muss der Scha­den möglicherweise repariert werden, bevor weiter in die Höhe gebaut werden kann.

Werden die Grundrechte des Seins in irgend einer Situation nicht eingehalten, so wird die entsprechende Lektion der menschlichen Entwicklung wieder auf «pendent» gesetzt (der Stein fällt aus der Pyramide heraus). Die Person wird irgend­wann in der Zukunft Gelegenheit erhalten, die ent­sprechende Eigenschaft oder Fähigkeit doch noch zu erler­nen (Reparatur der Pyramide). «Altlasten» d.h. zur Wieder­holung anstehende Lektionen ver- oder behindern die weitere Entwicklung.

 

  • Eine Pyramide, welche schichtweise symmetrisch (und nicht einseitig) gebaut wird, ist bereits während dem Bau extrem stabil. Kein Erdbeben kann sie zerstören. Reparaturen an bereits gebauten Stellen sind selten, der Erbauer kann effi­zient am Aufbau der Pyramide arbeiten.
Wenn wir versuchen, unsere persönliche Entwicklung in der für uns sinnvollen Reihenfolge nachzugehen, sind die Chan­cen für Verletzungen der Grundrechte des Seins in bereits erprobten Situationen minimal. Wir können uns der Weiter­entwicklung widmen und sind nicht laufend am Wieder­holen von bereits absolvierten Lektionen.

 

  • Je höher eine Pyramide bereits gebaut ist, desto grösser ist der Aufwand für die zusätzliche Erhöhung. Die Steine müssen immer weiter hinauf getragen werden. Die Steine werden aller­dings auch immer kleiner.

Durch den Bau der darüber liegenden Schichten werden die unteren Schichten einer immer grösseren Belastung unter­zogen. Schwachstellen werden sich dadurch automatisch auf­zeigen und können repariert werden. Durch den Druck der darüber liegenden Schichten verfestigen sich die unteren Schichten aber auch und werden dadurch immer stärker und belastbarer.

 

  • Eine Pyramide entsteht nicht von selbst. Wer eine Pyramide bauen will, muss dies wirklich wollen und auch tun. Nur darüber zu sprechen oder Pläne zu zeichnen genügt nicht!

Wenn ein Mensch sich weiterentwickeln will, muss er dies selbst wollen und auch in die Tat umsetzen. Dies geschieht nicht von selbst.

 

  • Der Bau einer Pyramide erfordert viel Zeit und Geduld. Oftmals dauerte der Bau je nach Grösse des Bauwerkes mehrere Gene­rationen.

Die menschliche Entwicklung erfordert ebenfalls Zeit und erstreckt sich über viele Inkarnationen.

 

Auf die meisten der hier gemachten Aussagen werden wir an späteren Stellen nochmals ausführlich zurückkommen.

Teilweise gebaute Pyramide der menschlichen Entwicklung
Abbildung 2: Teilweise gebaute Pyramide mit einem Defekt