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Ursachen

Ursachen für den Klimawandel bzw. die globale Erwärmung

Standby Verbrauch von elektrischen Geräten

Man rechnet, dass heute zwischen 10% und 25% des Stromverbrauchs eines Haushaltes durch unnötig hohen Standby-Verbrauch von elektrischen Geräten verursacht wird. Die nachfolgende Liste zeigt den Standby-Verbrauch von einigen Elektrogeräten an. Die grössten heimlichen Stromfresser sind Espressomaschinen, alte Fernsehgeräte und Videorecorder sowie Steckernetzteile. In letzter Zeit spielen auch ADSL-Router, Sat-Tuner oder Set-top-Boxen (DVB-T) eine immer grössere Rolle.

CO2 Emissionen von Lebensmitteln

Mit unserer Ernährung steuern wir zu einem nicht unerheblichen Teil den durch uns persönlich verursachten CO2-Ausstoss. Die Erzeugung von Nahrungsmitteln verursacht je nach Ware ganz unterschiedliche Mengen an Treibhausgasen (siehe Tabelle unten). Eine umweltfreundliche und "klimafreundliche" Ernährung sieht wie folgt aus:

Umweltbarometer Deutschland

Das deutsche Umweltamt informiert auf einer sehr übersichtlichen Website und im Detail über die wichtigsten Entwicklungen der Umweltsituation in Deutschland.

 

Bevölkerungswachstum - Anzahl Menschen auf der Erde

Eine der grössten Herausforderungen für die Menschheit wird die Bewältigung der Zunahme der Weltbevölkerung (Welt-Bevölkerungsexplosion) in den nächsten 50 bis 100 Jahren darstellen. Im Jahre 1050 lebten noch etwa 2.5 Milliarden Menschen auf der Erde, im Jahre 2007 waren es bereits ca. 6 Milliarden Menschen. Bis im Jahre 2050 wird sich die Weltbevölkerung nochmals um 50%, auf ca. 9 Milliarden Menschen vergrössern.

Wir zeigen zunächst das Wachstum der Bevölkerung nach Erdteilen von 1950 bis 2050. Die zweite Graphik zeigt die Bevölkerungsdichte (Anzahl Einwohner pro Quadratkilometer Fläche) wiederum pro Erdteil und von 1950 bis 2050. Nachfolgend Tabellen mit dem Bevölkerungswachstum bzw. der Bevölkerungsdichte pro Land.

Energieverbrauch pro Gebiet, Land und Kopf

Darstellungen (Graphik, Tabellen) des Energieverbrauches der Jahre 1980 bis heute mit Prognosen bis im Jahre 2030. Jeweils aufgeschlüsselt pro Kopf, nach geographischem Gebiet, pro Land, nach Energieart (fossile Energien, atomare Energien, erneuerbare Energien) mit entsprechenden Schlussfolgerungen bezüglich Klimawandel.

Über Nachhaltigkeit sprechen - aber die Ölindustrie subventionieren

Die Organisation «Oil Change International» hat Anfangs Dezember 2007 einen Bericht publiziert mit Zahlen über die Subventionierung der Öl- und Gasindustrie mit öffentlichen Geldern. Der Bericht zeigt sehr eindrücklich, dass weltweit gesehen im Energiesektor nach wie vor hauptsächlich in Technologien der Öl-, Gas- und Kohle-Technologien investiert wird.

Trotz aller Beteuerungen für den Klimaschutz wird die Anwendung fosssiler Brennstoffe mit Hilfe von öffentlichen Geldern wesentlich stärker subventioniert als Entwicklung und Anwendung von erneuerbaren Energien. Dabei ist es doch eigentlich offensichtlich, dass man den Klimawandel nicht aufhalten kann, wenn man genau jene Technologien fördert, welche ihn zur Hauptsache verursacht haben!

Temporeduktion senkt CO2-Emissionen

In Österreich wurde unlängst in einer umfassenden Studie die Reduktion des Ausstosses von Treibhausgasen (CO2, NOx) durch Geschwindigkeitsbeschränkungen auf Autobahnen im Felde nachgewiesen.
Auf einem 13 km langen Teilstück der A1 wurde ab Januar 2007 die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h um 30 km/h auf 100 km/h reduziert. An mehreren Stellen wurden die Anzahl und Art der Fahrzeuge sowie die Konzentrationen von CO2, NOx und Feinstaub gemessen und mit Werten der Vorjahre verglichen. Die Resultate der Geschwindigkeitsreduktion:

CO2-Fussabdruck berechnen

Mit der angehängten Excel-Tabelle kann für individuelle Tätigkeiten der CO2-Fussabruck berechnet werden.

Die einzelnen Berechnungen sind kommentiert, allerdings ist die gesamte Tabelle in Englisch (von unserer Englisch-sprachigen Schwestersite http://timeforchange.org).

Klimawandel und persönliche Verantwortung

Die Klimaveränderung stellt ein globales Phänomen dar, bei dem der Verursacher der Emission nicht automatisch auch der Leidtragende ist. Ursache und Wirkung sind beim Klimawandel sowohl zeitlich als auch räumlich getrennt.

Folgende Aussagen sind recht typisch:

  • "Ich alleine kann doch nichts bewirken, weshalb sollte ich denn mein Verhalten ändern?"
  • "Ich tue ja nichts Verbotenes, ich halte alle Gesetze ein. Ihr könnt ja von mir aus gerne Energie sparen, aber lasst mich in Ruhe damit."
  • "Ich verbrauche doch so wenig Energie, sollen sich die grossen Umweltverschmutzer erst bessern, danach überlege ich es mir vielleicht auch."
Diese Aussagen entspringen der völlig falschen Annahme, dass wir für unser Tun und Lassen nicht voll verantwortlich seien. Nur weil wir für gewisse Taten nicht gebüsst oder gar hinter Schloss und Riegel gesteckt werden, heisst dies noch lange nicht, dass diese Taten keine Einfluss auf unsere persönliche Zukunft haben würden.

Energieverbrauch als Schlüssel zur Lösung der Klimaerwärmung

Bis heute wurde jede Nachfrage nach Energie automatisch befriedigt. Wer bereit war, entsprechend zu bezahlen, bekam jede beliebige Menge Energie geliefert. Diese Politik führte zu einem ständig steigenden Energiekonsum und zu den Werten wie in Tabelle 1 dargestellt. Niemand hat in diesem System ein Interesse an einem gemässigten Energiekonsum. Im Gegenteil: Alle kommerziellen Interessen sprechen klar für eine Zunahme des Energieverbrauchs. Dies führte denn auch dazu, dass das seit mehr als 20 Jahren bekannte Problem des Klimawandels bis vor kurzem ignoriert oder geleugnet wurde.

Nun ist eine Umkehr in der Energiepolitik notwendig: Wir müssen die natürlichen Ressourcen auf der Erde nach den Kriterien der Nachhaltigkeit bewirtschaften. Die Nachfrage an Energie muss sich nach dem Angebot an erneuerbarer Energie richten. Nur auf diese Art und Weise ist ein nachhaltiger Lebensstil - und damit ein langfristiges Überleben der Menschheit - überhaupt möglich.

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