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Die Hierarchie in den persönlichen Zielsetzungen

Zu Beginn dieser Abhandlung haben wir die Bedürfnisse der Men­schen betrachtet und dabei insbesondere auf die Hierar­chie in den menschlichen Bedürfnissen zum Beispiel gemäss Maslow hinge­wiesen: Auf der untersten Stufe stehen die existentiellen Bedürf­nisse eines Menschen und auf der obersten Stufe das Erreichen eines Zustandes mit einem dauernden Glücksgefühl, Selbst­verwirklichung, Seelenheil, Harmonie mit sich selbst oder wie man diesen Zustand auch immer nennen will. Aufgrund dieser Bedürf­nisse setzt sich der Mensch gemäss dieser Theorie seine persön­lichen Ziele. Wenn zum Beispiel die Existenz gesichert ist, ver­sucht er die Bedürfnisse der nächst höheren Hierarchiestufe zu verwirklichen indem er seine Ziele entsprechend setzt. Der bereits mehrfach erwähnten Hierarchie der Bedürfnisse entspricht deshalb eine analoge Hierarchie der Zielsetzungen: Auch unsere Ziel­setzungen lassen sich hierarchisch einordnen.

Mit anderen Worten: Je nach Bedürfnisse, welche wir befriedi­gen wollen, sollten wir unsere Ziele aus der entsprechenden Hierar­chiestufe wählen. Was so einfach und logisch klingt, ist eine häu­fige Ursache von Enttäuschungen in der persönlichen Entwicklung: Bedürfnisse und Zielsetzungen entsprechen sich nicht, sondern widersprechen sich sogar häufig in krasser Weise.

Viele Personen setzen sich ihre persönlichen Ziele im materiel­len Bereich wie zum Beispiel finanzielles Einkommen, Vermö­gen, Besitztum und sind erstaunt, dass sie nicht gleichzeitig glücklicher, ruhiger und gelassener werden. Die materiellen Zielsetzungen entsprechen den unteren Hierarchiestufen der menschlichen Bedürfnisse, damit lässt sich vor allem die Existenzgrundlage sichern. So wichtig diese auch ist, wenn die materielle Existenz gewährleistet ist, kann man sich getrost anderen Zielen zuwenden. Sonst bleibt man auch in seiner persönlichen Entwicklung auf diese Bedürfnisse fixiert.

Die Existenzgrundlage immer stärker abzusichern kann mit der Einnahme von Drogen verglichen werden: Man nimmt zuerst eine gewisse Menge der Droge um ein bestimmtes Gefühl zu erleben. Mit der Zeit braucht man immer grössere Mengen der Droge, um das Gefühl weiterhin in derselben Intensität zu erleben. Man steigt um auf härtere Drogen, wo sich derselbe Prozess wiederholt. Bis zur Selbstzerstörung.

Beim Setzen von Lebenszielen sollte man deshalb die Hierar­chie der Zielsetzungen beachten: Wer Glück und Harmonie in seinem Leben sucht, sollte auch Zielsetzungen auswählen, welche der höchsten Stufe der menschlichen Bedürfnisse ent­sprechen. Im Klartext bedeutet dies: Das Respektieren der Grundrechte des Seins in jeder Situation sollte zur höchsten persönlichen Ziel­setzung werden.