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Die Grundlage unseres Seins

Früher oder später - spätestens kurz vor dem Tod - wird sich jeder Gedanken darüber machen, weshalb wir eigentlich hier sind, was das Leben auf der Erde im Gange hält, wie das Leben entstanden ist, was nach dem Tod auf uns zu kommt, warum aus einem Samen eine Pflanze wächst, ob es noch andere «bewohnte» Planeten gibt, usw. Vielleicht macht man sich aber auch Sorgen um die Zukunft der Erde und stellt sich die Frage, wie die vielfäl­tigen Probleme auf unserem Planeten zu lösen seien.

Um solche Fragen - zumindest ansatzweise - beantworten zu können, ist es wichtig zu wissen, was eigentlich die
Grundlage unseres Seins ist. Die Antwort auf diese Frage ist erstaunlich ein­fach:

Die Grundlage für alles Leben auf unserem Planeten ist das gleichwertige Recht aller Wesen, hier zu leben, sich zu ent­wickeln und ihre Aufgaben auszuführen.

Reiben Sie sich nun die Augen? Sind Sie erstaunt, dass nicht eine chemische Formel oder ein physikalischer Prozess die Grundlage unseres Seins darstellt? Solche Prozesse sind natür­lich eine not­wendige Voraussetzung, für das, was wir als «Leben» auf der Erde bezeichnen. Die Grundlage des Seins geht aber wesentlich tiefer. Analysieren wir deshalb zunächst einmal den Satz Schritt für Schritt:

  1. Jedes Wesen auf der Erde hat das gleichwertige Recht, hier zu sein: Jeder Mensch, jedes Tier, jede Pflanze, jeder Stein, jedes Häufchen Erde darf hier sein. Es gibt nicht einzelne Menschen, Pflanzen oder Dinge, welche nicht hier sein dürfen. Es gibt nicht einzelne Wesen, welche wichtiger sind als die anderen - alle sind genau gleich wichtig.
  2. Jedes Wesen hat das gleichwertige Recht, sich zu entwic­keln. Jedes Wesen darf seine persönlichen Zielsetzungen, seine Bedürfnisse versuchen zu verwirklichen. Es gibt keine Wesen, welche ein Recht auf eine schnellere oder priorisierte Entwick­lung haben als alle anderen. Niemand darf sich somit auf Kosten von anderen entwickeln.
  3. Jedes Wesen hat das gleichwertige Recht, seine Aufgaben aus­zuführen. Das System Erde funktioniert nur dank dem Zusam­menspiel von allen Bewohnern. Im grossen Kreislauf arbeiten die Wesen «Hand in Hand». Es gibt kein Grund, weshalb die Aufgaben von einzelnen Wesen Priorität gegenüber den Aufga­ben von anderen Wesen haben sollten. Damit «die Erde» funk­tioniert, müssen alle Aufgaben ausge­führt werden. Alle Aufga­ben sind erforderlich, sie sind demzufolge auch alle gleich wich­tig oder gleich unwichtig.

Bei obiger Aussage handelt es sich um ein sogenanntes kosmi­sches Gesetz, d.h. ein Gesetz, welches immer und überall im ganzen Kosmos gilt. Alle Wesen haben sich nach dieser Regel zu richten - gleichgültig ob sie wollen oder nicht. In diesem Buch kon­zentrieren wir uns jedoch nur auf die Folgen dieser Grundregel auf unser System auf der Erde.

Alle anderen sinnvollen Gesetze auf der Erde müssen mit dieser Grundregel verträglich sein, dürfen sie nicht verletzen. Wir nennen dieses Gesetz in der Folge einfach «die Grundrechte des Seins».